Neuzugang in Berlin: Torsten Perner verstärkt das Mobycon DACH-Team

Wir freuen uns sehr, Torsten Perner im wachsenden DACH-Team von Mobycon begrüßen zu dürfen. Als Strategischer Berater in unserem Berliner Büro bereichert Torsten unser Team mit einer inspirierenden Mischung aus internationaler Erfahrung und einem tiefen Engagement für nachhaltige Mobilität. Sein Einstieg stärkt unser Ziel, menschenzentrierte Mobilitätssysteme in der DACH-Region und darüber hinaus zu gestalten.

Ein Vierteljahrhundert Mobilität: Von Nairobi bis Kopenhagen 

Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in der integrierten Mobilität war Torsten unter anderem in Deutschland, Dänemark, Norwegen, Polen, den baltischen Staaten, Libyen, Kenia und Tansania tätig. Ein zentrales Thema begleitete ihn dabei stets: der Wissenstransfer im Bereich der nachhaltigen Mobilität. Sein Antrieb ist es, zu verstehen, was in einem spezifischen Kontext fehlt und Best-Practice-Beispiele in praktikable, auf die lokalen Bedingungen zugeschnittene Lösungen zu übersetzen. 

„Es gibt nicht die eine Lösung für bessere Mobilität, sondern viele Beispiele aus aller Welt. Meine Leidenschaft ist es, diese Lösungen zu verbinden, um das Leben der Menschen überall auf der Welt zu verbessern“ 

In den letzten Jahren konzentrierte sich Torsten verstärkt auf die aktive Mobilität und die umfassende Mobilitätswende. Dabei verbindet er strategisches Denken mit praktischer Erfahrung in sehr unterschiedlichen kulturellen und infrastrukturellen Umgebungen – sei es bei neuen Straßenbahnsystemen in Dänemark oder Norwegen, der Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur in Polen oder inklusiver Radverkehrsinfrastruktur in Deutschland. 

Wie aus einer Beobachtung am Schulweg eine lebenslange Mission wurde 

Torstens Interesse an nachhaltiger Mobilität reicht bis in seine Schulzeit zurück. In einer deutschen Kleinstadt aufgewachsen, fiel ihm auf, dass viele kurze Wege mit dem Auto zurückgelegt wurden, obwohl der Zeitunterschied zum Zu-Fuß-Gehen oder Radfahren kaum der Rede wert war. Diese frühen Beobachtungen warfen Fragen auf, wie Mobilitätsentscheidungen beeinflusst werden und wie anders diese ausfallen könnten, wenn unser öffentlicher Raum entsprechend gestaltet wäre. Mit der Zeit entwickelten sich diese Überlegungen zu einer beruflichen Leidenschaft für nachhaltige Mobilität, die den Menschen und nicht das Fahrzeug in den Mittelpunkt stellt.

Die Welt als Klassenzimmer: Was uns globale Städte lehren können 

Das Leben in verschiedenen Städten und Ländern hat Torstens Herangehensweise an die Verkehrsplanung geprägt. Jeder Ort bot eigene Lektionen. In Kopenhagen beobachtete Torsten Kinder, die sich mit Leichtigkeit selbstständig mit dem Rad durch die Stadt bewegten – ein starkes Zeichen für ein sicheres und unterstützendes Mobilitätsumfeld sowie die aktive Teilnahme am täglichen Leben. Gleichzeitig erkundete er die Stadt mit seinen kleinen Kindern und fühlte sich dabei jederzeit sicher, sei es im Lastenrad oder auf deren eigenen Rädern. Zurück in seiner Heimatstadt Berlin ist die Zahl der Radfahrenden in den letzten Jahren deutlich gestiegen, unterstützt durch gute Infrastrukturbeispiele wie während der Pandemie eingeführte geschützte Radfahrstreifen und Fahrradstraßen. Dennoch ist das Radfahren in Deutschland noch nicht überall sicher; hier zeigen niederländische und nordische Städte, wie Sicherheit für alle geschaffen werden kann. 

Seine dänische Prägung lässt sich kaum verbergen, wenn er mit seinem Lastenrad durch Berlin fährt. 

Unterdessen verdeutlichten in Nairobi Initiativen wie Reclaim The Streets“, wie gemeinschaftlich geführte Bewegungen eine entscheidende Rolle bei der Rückgewinnung des öffentlichen Raums und der Ehöhung der Sichterheit für alle spielen können. Es geht immer um die Gestaltung. Franzözische Städte wie Montpellier sind hervorragende Beispiele dafür, wie moderner ÖPNV, historische Umgebungen und ein aktiver Lebensstil koexistieren können.

Place de la Comédie, Montpellier.

Städtische Orte können wunderbare Bereiche für Kommunikation und Freizeit sein, nicht nur reine Umstiegspunkte. Ein Beispiel ist Torstens Lieblingsort in seiner Berliner Nachbarschaft, der Park am Gleisdreieck. Hier ziehen täglich Hunderttausende Menschen mit der Bahn, der U-Bahn, zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller vorbei, während der Park gleichzeitig ein Ort zum Entspannen, Freunde treffen, Picknicken oder sogar zum Skifahren im Winter ist.

Park am Gleisdreieck, einer von Torstens Lieblingsorten.

Mut als Katalysator für Veränderung

Beim Vergleich zwischen Deutschland und den Niederlanden sieht Torsten einen entscheidenden Faktor: den Mut zum Handeln. Während die Niederlande konsequent gewagt haben, mutige Mobilitätslösungen zu testen und umzusetzen, agierte Deutschland oft zögerlicher, selbst wenn innovative Ideen dort zuerst diskutiert wurden. Für Deutschland bietet sich hier die Chance, eine experimentierfreudigere Mentalität anzunehmen, um die Mobilitätswende zu beschleunigen. 

Warum Mobycon? 

„Die Welt weniger abhängig vom Auto zu machen“ ist nicht nur die Mission von Mobycon, sondern auch Torstens jahrzehntelanges Bestreben.

„Es könnte keine bessere Übereinstimmung geben. Die Lösungen von Mobycon zeigen, dass dies nicht nur eine Vision ist, sondern Realität für lebenswertere und prosperierende Orte“ 

Torstens Einstieg ist ein spannender Schritt für Mobycon. Seine Expertise und internationale Perspektive werden uns helfen, bedeutsame Veränderungen auf lokaler, regionaler und globaler Ebene voranzutreiben.

Kontaktieren Sie Torsten gerne, um mehr über unsere Arbeit bei Mobycon zu erfahren. Gemeinsam gestalten wir den Weg in eine inklusivere und nachhaltigere Zukunft.

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